Schwimmteiche

..oder Bioteiche

Konzept des "Schwimmteiches" 

Das Konzept des Schwimmteiches basiert auf der Vorstellung, ein gartenästhetisches Element in Form eines reich gegliederten naturnahen Teiches mit menschlichen Nutzungsansprüchen (swimming-pool) harmonisch zu verbinden. 


Der künstliche etablierte Teich soll dementsprechend über einen reich strukturierten Ufersaum verschiedener Helophytenspezies verfügen, die einerseits attraktive Kontrastierung im optischen Erscheinungsbild der Gesamtgartenanlage erzeugen und andererseits funktionelle Aufgaben innerhalb des Teichökosystems erfüllen (Gelegepflanzen, Aufwuchsfläche für sessile Mikroorganismen). 

Sie tragen damit wesentlich zur Selbstreinigung eines stehenden Gewässers bei (Siebwirkung, mikrobielle Besiedlung, Sauerstoffeintrag in die Rhizosphäre, Nährstoffaufnahme, Beitrag zur Erzeugung einer hohen Artendiversität der Mikroflora und -fauna) und verursachen andererseits negative Auswirkungen auf den Zustand des Ökosystems durch Biomassenproduktion (Schlammbildung bzw. Verlandung) und nächtlichen Sauerstoff-Verbrauch durch Atmung.


Ein Schwimmteich soll ferner dazu nutzbar sein, dass Menschen darin baden oder schwimmen können, ohne den beträchtlichen technischen Unterhaltungsaufwand eines Schwimmbades vollziehen zu müssen. Das bedeutet vor allem, dass der Teich optisch klares Wasser aufweist. 

Dies kann nur erreicht werden, wenn auf den Eintrag von Nährstoffen (z.B. durch Fischfutter oder Mutterboden als Pflanzsubstrat) verzichtet wird, da hierdurch in Verbindung mit hoher Lichtintensität ein "Vergrünen" (z.B. durch Algen und Wasserlinsen) erzeugt würde.

Ziel eines "Schwimmteiches" ist es also einen oligotrophen Nährstoffstatus einzurichten, indem nur unvermeidliche Eutrophierungsfaktoren wirken, wie z.B. Stickstoffeinträge aus der Luft, Eintrag organischen Detritus z.B. in Form von Laub, jedoch sekundäre Nährstoffeinträge durch Fischfutter oder Abwässer jeglicher Art unterbunden werden, bei gleichzeitigem Erhalt eines hohen oxidativen Milieus durch natürliche oder anthropogene Sauerstoffanreicherung und Begrenzung des Lichteinfalls.

Die Vielzahl von Umweltfaktoren chemischer – (O2, CO2, Nährstoffe wie P und N), physikalischer – (Licht, Temperatur) und biologischer Art (Helophyten und Hydrophyten), die die Lebensbedingungen in einem Teich wechselseitig beeinflussen, macht eine kausale Herleitung von offenkundigen Veränderungen ohne umfangreiche Analysen der baulichen Gestaltung und des Wassers praktisch unmöglich.

Als Ingenieurbüro für naturnahe Klärverfahren besitzt unser Büro fundiertes Wissen über die ablaufenden Prozesse in einem Schwimmteich und alle gängigen Methoden der Wasserklärung und -aufbereitung mit Hilfe von Pflanzenkläranlagen  (bepflanzte Bodenfilter) und Wasserpflanzen.

Wir unterstützen Sie daher planend und bauleitend bei dem Neubau eines Schwimmteiches, dem Umbau von Swimmingpools und Gartenteichen.

Auch hat sich der Einsatz von Bodenfiltern zur Wasserklärung von Fischteichen gut bewährt.